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Luis Genaro Muñoz

Immer vor Ort, immer im Einsatz

In Kolumbien sind eine halbe Million kleiner Kaffeebauern in der "Federación Nacional de Cafeteros de Colombia" (FNC) zusammengeschlossen. Dieser mächtige Verband wacht strengstens über Produktqualität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Daher ist die FNC ein wichtiger Partner für Nespresso. Wir trafen ihren Präsidenten, Luis Genaro Muñoz, zum Gespräch in Bogotá.


DIE FNC IST EINE EINZIGARTIGE ORGANISATION. WORIN BESTEHEN IHRE AUFGABEN?

Luis Genaro Muñoz : Seit seiner Gründung 1927 arbeitet unser Kaffeebauern-Verband für das Wohl seiner Mitglieder, d. h. 500 000 kleine Kaffeeproduzenten, die zu 98 % weniger als 5 Hektar Land besitzen. Alleine könnte keiner von ihnen die Herausforderungen der Vermarktung, der modernen Bewirtschaftung und Weiterentwicklung des Kaffeeanbaus bestehen. Ganz zu schweigen vonUmweltschutz- und Förderungsprogrammen für ländliche Gebiete. Diese Aufgaben kann die FNC erfüllen, weil sie eine durch und durch demokratische Organisation ist. Die Mitglieder zeigen enorm viel Engagement: Bei den letzten Verwaltungswahlen konnten wir eine Beteiligung von 65 % verzeichnen. Die FNC knüpft ein Netzwerk sozialen Zusammenhalts, das gerade in Entwicklungsländern besonders wichtig ist. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass die FNC allen Kolumbianern gehört – und allen Liebhabern kolumbianischen Kaffees. So entsteht ein Flechtwerk synergetischer Verbindungen und Kooperationen, wie z. B. die mit Nespresso. Wenn wir hier heute bei einer köstlichen Tasse Rosabaya de Columbia zusammensitzen, dessen Bohnen an hiesigen Sträuchern reiften, schließt sich der Kreis. Die Verkürzung des Weges vom Produzenten zum Verbraucher stellt einen echten Fortschritt in punkto nachhaltiger Entwicklung dar. Und darauf sind wir sehr stolz.



NACHHALTIGE ENTWICKLUNG IST DAS ZENTRALE ANLIEGEN DES NESPRESSO AAA SUSTAINABLE QUALITYTM PROGRAMMS. WAS HALTEN DIE KAFFEEBAUERN VON DIESEM ENGAGEMENT?

L. G. M. : Die Kaffeebauern sehen vor allem die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Als unsere Zusammenarbeit mit Nespresso 2004 begann, betraf sie nur 470 Kaffeebauern. Ende 2010 waren es 33 500, die am Rosabaya de Columbia Projekt teilnahmen. Ihnen brachte das klare Einkommenssteigerungen: zum einen, weil nun auf der Handelskette zwischen Produzenten und Verbraucher nicht mehr so viel Verdienst verloren ging, und zum anderen, weil dank der Beratung, einer weiteren Säule des AAA Programms, Fortschritte und Mehreinnahmen beim Kaffeeanbau erzielt werden konnten. Ein Kaffeeproduzent muss ständig dazulernen und neue Strategien entwickeln. Genau das unterstützt das AAA Programm durch seinen Technologietransfer. Gemeinsam mit Nespresso können wir bessere Lebensbedingungen für die Bauern schaffen, sowohl materiell durch Produktivitätssteigerungen als auch qualitativ für sie und ihre Familien durch besseren Umweltschutz.



WORIN BESTEHT DIE STÄRKE DER FNC BEI DER UMSETZUNG IHRER ZIELE?

L. G. M. : Die Kaffeebauern würden Ihnen antworten: „In den Extensionistas.“ Das sind 1 500 Agronomen, die sie vor Ort betreuen, ihnen die neuesten arbeitstechnischen Errungenschaften nahebringen, sie aber auch über die Landwirtschaft hinaus beraten. Hilfe im Alltag, z. B. bei der Buchführung oder gesünderer Lebensweise, sowie die Sensibilisierung für umweltschonende Praktiken sind wichtige Zusatzaufgaben der Extensionistas. Wir haben unsere Erde lange genug ausgebeutet: Es ist an der Zeit, ihr etwas zurück zu geben. Diese landwirtschaftlichen Berater sind natürlich auch entscheidende Faktoren des AAA Programms.



DIE ZUSAMMENARBEIT VON FNC UND NESPRESSO IST EIN ERFOLG. WIE GESTALTET SIE SICH?

L. G. M. Ausgesprochen effektiv und vertrauensvoll. Nehmen wir einmal das Beispiel des Rosabaya de Colombia. Er entstand aus dem gemeinsamen Wunsch von Nespresso und der FNC, den besten Kaffee Kolumbiens anzubieten. Daher haben unsere Experten das Land auf der Suche nach den verschiedenen heimischen Kaffeesorten durchkämmt. Dabei analysierten sie auch die Lagen, Höhen und Anbaumethoden der Sträucher. Dann haben wir zusammen mit Nespresso die besten Aromaprofile definiert, um einen Grand Cru zu kreieren, der bei den Verbrauchern sofort positiv einschlug. Daraufhin lief im Rahmen des AAA Programms ein echtes Nachhaltigkeits-projekt an, an dem heute 33 500 Familien aus Cauca und Nariño teilnehmen, für 2013 rechnet man mit 40 000. Ein anderes Beispiel ist die Naora Spätlese, ein köstlicher Espresso, der in limitierter Auflage verkauft wurde. Die Idee zu diesem grandiosen Projekt kam von Nespresso, aber sie passt genau in die FNC-Strategie, durch besondere Verfahren, wie hier die Überreife, hochwertige Nischenmärkte zu erschließen. Der einzigartige Kaffeegenuss, den Naora seinen Trinkern bietet, wirkt sich über die gesamte Handelskette bis zu den Produzenten aus: Alle profitieren von seinem Mehrwert. Für die FNC und Nespresso ist dies ein weiterer Erfolg beim gemeinsamen Engagement für nachhaltige Entwicklung. Aber wir dürfen uns natürlich nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen.



WELCHEN GROSSEN HERAUSFORDERUNGEN MUSS DIE FNC SICH IN ZUKUNFT STELLEN?

L. G. M. : Zum Beispiel der Marktforschung, dem Ergründen der Verbraucherwünsche. Da leistet Nespresso bereits hervorragende Arbeit, und wir Produzenten müssen gleichziehen. Wir müssen herausfinden, was der Markt erwartet und wie bzw. in welchen Regionen wir einen Kaffee erzeugen können, der diesen Geschmack trifft. Wir müssen dafür sorgen, dass kolumbianischer Kaffee der beste der Welt bleibt und seinen einzigartigen Charakter erhalten. Das lässt sich nur auf dem Weg nachhaltiger Entwicklung erreichen. Mit technisch fortschrittlichen Anbaumethoden, die die Umwelt schonen und den Bauernfamilien ein ertragreiches Auskommen sichern.


Text : Francis Dolric - Fotos : Julián Lineros



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