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Am Anfang war das Paradies

Grands crus Hawaii Kona

Der glühende Lavastrom, der die Gewässer um Hawaii zum Brodeln bringt, verleiht diesem Garten Eden seine ewige Jugend. Er nährt den fruchtbaren Boden, auf dem einer der begehrtesten Kaffees der Welt gedeiht. Paradiesischer Genuss aus einem winzigen Fleckchen Erde direkt unter den Wolken, den Nespresso jetzt für kurze Zeit als Special Reserve anbietet: Hawaii Kona.


„KONA“ IST EIN EXOTISCHER EDLER TRANK, DEN BEREITS DIE GOURMETS DES 19. JH. ZU SCHÄTZEN WUSSTEN.



Von oben erscheint der Archipel wie ein Stirnrunzeln des Pazifischen Ozeans, ein plötzliches Ausrufungszeichen inmitten seiner stillen GEWÄSSER. Sein Punkt ist die Hauptinsel Hawaii, aufgestiegen aus den Tiefen der Erde und der See, die sie träumerisch umspielt. Zwei noch aktive Vulkane regenerieren langsam und stetig ihren glatten Basaltmantel. Die Mondlandschaft des dunklen jungen Lavagesteins wird geometrisch von ebenso frischen und schwarzen Teerstraßen durchschnitten. Wer sie befährt, spürt den heißen Atem der Erdeingeweide und die bebenden Nachwehen dieses jüngstgeborenen Archipels der Neuen Welt. Hier herrscht noch das Ur-Chaos, voller Verheißungen der unzähligen Ausprägungsmöglichkeiten unseres gesamten Planeten: Schroffe Berge und runde Hügel, dürre Wüsten und grüne Prärien, dichte Dschungel, kochende Lavafelder und eisige Gletscher ... Die hawaiianischen Inseln bieten ein buntes Schöpfungsbild, wie einer barocken Fantasie entsprungen. Selbst die riesigen Wogen, auf denen hier bereits die Ureinwohner das Wellenreiten praktizierten, atmen elementare Urgewalt, als seien sie die Druckwellen des Big Bang. Auf ihren von weit hinter dem Horizont heranrauschenden Kämmen gleitet heute die internationale Surf-Elite.

AMERICAN ESPRESSO

In dieser wilden, ungezähmten Landschaft gedeiht der einzige US-amerikanische Kaffee, einer der kostbarsten der Welt. Er trägt den Namen seiner Heimatprovinz: „Kona“. Auf Hawaiianisch bedeutet das „Leeseite“, denn diese Region liegt vor den Passatwinden geschützt auf der Westseite der Hauptinsel Hawaii. Etwa so groß wie Jamaika und in vier Autostunden umrundet, gehört sie zu den kleinsten Kaffee-Herkünften, die es gibt. Die verstreut liegenden Plantagen haben eine Gesamtfläche von nur etwa 900 ha. Es sind einige Hundert, zumeist Familienbetriebe, die diese wunderbaren, raren Bohnen produzieren, die wie „frisch gemahlener Himmel“ duften. Der Kaffeebaum wird seit bald zweihundert Jahren auf den Inseln angebaut, und zur Feier dieses Jubiläums bringt Nespresso eine naturgemäß sehr limitierte Special Reserve des Kona-Kaffees heraus. Ein edler Trank, den bereits die Gourmets des 19. Jahrhunderts zu schätzen wussten. Hiervon zeugt eine Qualitäts-Urkunde, die stolz über dem Schreibtisch von Tom Greenwell prangt. Sie wurde dem Großvater dieses allseits geschätzten Patriarchen der Kaffeebauern 1873 auf der Weltausstellung in Wien verliehen. Und mit gutem Kaffee kennen sich die Österreicher schließlich aus, seit sie den „Türkentrank“ vor den Toren ihrer Hauptstadt von einem in die Flucht geschlagenen Sultan erbeuteten. Der Besitzer der Greenwell-Plantage erklärt die einzigartige Qualität des hawaiianischen Kaffees mit dem zufälligen, aber perfekten Zusammenspiel diverser Faktoren. Zum Einen ist da dieser junge, fruchtbare Boden vulkanischen Ursprungs, in dessen lockerer, poröser Konsistenz sich die Wurzeln der Sträucher ideal entfalten können und dessen leichter Stickstoffgehalt die Pflanzen vor Infektionskrankheiten schützt. Ebenso entscheidend ist der Einfluss des Mi- kroklimas, das durch die fünf umliegenden Vulkangipfel geschaffen wird, an denen die vom Meer kommenden Wolken buchstäblich hängen bleiben. Der größte dieser „Wolkenfänger“, der Mount Kea, ist von seiner Basis am Meeresgrund aus gemessen sogar 500 m höher als der Mount Everest. Die so zurückgehaltene Wolkendecke schützt die Kaffeepflanzen vor der brennenden Tropensonne, ihre allnachmittägliche Entladung spendet prickelnde Erfrischung für einen Garten Eden, der sich so wenig mit unserem Klischee vom allzeit sonnigen Tourismusparadies deckt. Für die Photosynthese der Kaffeebäume jedoch bietet der ••• wunderbar gleichmäßige Feuchtigkeitsschirm dieses Mikroklimas geradezu himmlische Bedingungen. Der letzte Faktor für die unvergleichliche Qualität des Kona-Kaffees liegt in seiner unverfälschten Sortenreinheit. Hier wächst noch genau der gleiche elegante, samtig klare – jedoch leider recht krankheitsanfällige – Arabica Typica, wie er 1813 auf dem Archipel eingeführt wurde. Während man die Resistenz seiner Verwandtschaft auf dem amerikanischen Festland (in Brasilien, Kolumbien und Guatemala) durch Einkreuzungen anderer, zwar robusterer, aber auch geschmacksverändernder Sorten zu verbessern suchte, gedieh der hawaiianische Kaffee in seiner Isolation durch ringsum mindestens 3.850 km Wasserfläche von allen Übeln unversehrt. So ist dieses Anbaugebiet zugleich ein Refugium für den reinen, ursprünglichen Charakter alter Sorten.

Aloha

„Pepe“ Miranda, der Verwalter der Greenwell-Farm, erklärt uns, wie schwierig sich die Ernte an den steilen Vulkanhängen gestaltet, die jede Mechanisierung vereiteln. Die Kaffeepflücker werden angewiesen, nur Kirschen mit genau dem richtigen Reifegrad zu nehmen, wenn das Fruchtfleisch eben beginnt, sich ins Karmesinrote zu verfärben. Aufgrund dieser strengen Auslese müssen sie zwischen August und Januar bis zu zehn Erntegänge pro Busch vornehmen. Die Früchte werden anschließend „nass aufbereitet“, d. h. nach der Entpulpung gewaschen und auf sogenannten „Hoshidanas“ ausgebreitet. Diese Trockengestelle mit abnehmbarem Regenschutz wurden von japanischen Gastarbeitern erfunden, die hier Anfang des vorigen Jahrhunderts das Geld für ihre Weiterreise nach Brasilien verdienen mussten, wo Schlepper ihnen ein Stück Land zum Roden versprochen hatten. Einige von ihnen blieben jedoch nach ihren drei Pflichtjahren auf den Zuckerrohrplantagen ganz auf Hawaii, gesellten sich zu den übrigen Siedlern aus aller Herren Länder (Philippinen, Portugal, Panama, Kolumbien, Mikronesien … ) und beeinflussten den Kaffeeanbau auf der Insel entscheidend. Arbeitskräfte sind auf dem Archipel teuer – wie überall in den Vereinigten Staaten. Während in El Salvador ein ganzer Arbeitstag mit nur acht Dollar bezahlt wird, beträgt auf Hawaii bereits der Stundenlohn zehn Dollar. Gegen derartige Konkurrenzverhältnisse auf dem Weltmarkt können die Kona-Produzenten nur über die einzigartige Qualität ihres Kaffees ankommen und pflegen diese daher mit einem schier unfassbaren Aufwand. So wird z. B. ein Teil der Früchte im grünen Stadium entfernt, damit die verbleibenden ein noch konzentrierteres Aroma ausbilden. Außerdem kultiviert man zwischen den Kaffeesträuchern Grasflächen, die eine stimulierende Dehydratisierung auslösen sollen. „Vom Setzen der Stecklinge bis zur Lagerung der Kaffeebohnen wird jeder Arbeitsschritt peinlichst genau ausgeführt“, erklärt uns die Besitzerin der Plantage Arianna, Sharon Wood. „Denn schon die kleinste Unachtsamkeit kann die Anstrengungen eines ganzen Jahres zunichtemachen wie ein einstürzendes Kartenhaus“. Während ihrer Flitterwochen hatten sie und ihr Mann sich in dieses Kaffee-Kleinod verliebt und zogen kurzerhand aus dem heimischen Kalifornien auf eine 16 ha-Plantage an den fruchtbaren Hängen des Vulkans Hualalai. Sie tauften die Farm auf den Namen ihrer einzigen Tochter, als eine Art Erfolgsgelöbnis für ihr waghalsiges Unterfangen. Um das gleiche betörende Aroma „aus fruchtigen und leicht nussigen Noten“ zu erzielen, das ihnen damals den Kopf verdreht hatte, fragten sie die erfahrensten örtlichen Kaffeepflanzer um Rat. Er wurde ihnen bereitwillig gewährt, ganz im Geiste des hawaiianischen „Aloa“. Dieser schwer zu übersetzende Begriff, der auch in den Beinamen des 50. amerikanischen Bundesstaats aufgenommen wurde, beinhaltet Warmherzigkeit, Güte und Mitgefühl … die ganze wohlwollende Freundlichkeit der Insulaner, die einen zärtlich wiegt wie die schmelzenden Klänge der Ukulele oder die warmen Wellen des Pazifiks. „Dies ist nicht nur ein Paradies für den Kaffee“, schwärmt Sharon, „sondern ebenso für die, die ihn anbauen.“



BEREITS DIE KLEINSTE UNACHTSAMKEIT KANN DIE ANSTRENGUNGEN EINES GANZEN JAHRES ZUNICHTEMACHEN.





DIE KRAFT DER ELEMENTE NUTZEN

Ob beim Surfen auf den Riesenwellen des Ozeans oder beim Bebauen des fruchtbaren Lavabodens, die Hawaiianer profitieren mutig von der Naturgewalt.

VON DER NATUR BEGÜNSTIGT

Der einzige in den USA angebaute Kaffee besitzt den gleichen überschwänglichen Nuancenreichtum wie seine Ursprungsinsel, die auf einem Gebiet von der Größe Jamaikas so viele Landschaften vereint wie ein ganzer Kontinent.

Eine kostbare Perle des Pazifiks

Der Kona-Kaffee wird auf der Westseite der größten Insel des Hawaii-Archipels angebaut. Die Gesamtfläche der verstreut liegenden Plantagen übersteigt kaum 900 ha. Alle profitieren von den idealen Boden- und Klimabedingungen dieses Vulkaneilands mitten im pazifischen Ozean, um unschätzbar kostbare Früchte hervorzubringen. Deren absoluter Seltenheitswert verleitet manche Kaffeehändler, Verschnitte anzubieten, die nur einen unwesentlichen Anteil Kona-Bohnen enthalten. Nespresso garantiert Ihnen, dass seine Special Reserve 100 % original Hawaii Kona Arabica bester Qualität enthält. Daher ist sie auch naturgemäß äußerst limitiert. Nach der selektiven Ernte behalten die Bohnen möglichst lange ihre schützende Pergamenthaut, bis sie schonend und gleichmäßig karamellbraun geröstet und mittelfein gemahlen werden. Nur so können sich später in der Tasse alle feinsten Aromanuancen entfalten und eine zu starke Bitterkeit vermieden werden. Darum überwacht Nespresso diese qualitätsentscheidenden Verarbeitungsschritte besonders streng.


Fotos Olivier Gachen Text Julien Bouré



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