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Rom Ganz Privat

Rom ist weder kalt wie marmor noch hart wie stein, sondern bietet jede menge dolce vita. Sechs römische Nespresso clubmitglieder zeigen ihnen, dass die ewige stadt trotz ihrer jahrtausende alten geschichte jung und lebendig ist.


DER BEINAME „EWIG“ IST BEI DIESER STADT KEINESFALLS GLEICHBEDEUTEND MIT IMMER GLEICHBLEIBEND. UNVERGÄNGLICH IST ROM VOR ALLEM durch seine frappierende Fähigkeit zur ständigen Wiedergeburt. Mit ihrem enormen historischen Erbe gehen die Römer ganz pragmatisch um: Sie ehren es, indem sie es mit respektloser Unbefangenheit in ihren Alltag einbeziehen und das Recycling zur Kunst von in der Geschichte des Städtebaus unübertroffener Höhe erheben. Anstatt ihre Monumente durch akribische Restauration sozusagen zu mumifizieren, bauten sie aus deren Trümmern einfach etwas Neues. Da durfte ruhig einmal eine Kirche von heidnischen Tempelsäulen gestützt werden oder ein Häuserblock aus den Ruinen eines Amphitheaters erwachsen.


MEHR ALS ANDERSWO ERKENNT MAN IN ROM, DASS MODERNITÄT IMMER AUS DER VERGANGENHEIT SCHÖPFT, WIE JEDER NEUE MORGEN, DER AUS DEM DUNKEL DER NACHT GEBOREN WIRD. Ob in glamouröser Mode und Design, den Köstlichkeiten der Trattoria-Küche oder nur im Milchschaum eines Cappuccino auf einer seiner legendären Caféterrassenüberall wartet Rom mit ewig jungen Neuerfindungen seines historischen Erbes auf. Im Gegensatz zu anderen kann es sich diese Stadt leisten, nachlässig verschwenderisch damit umzugehen. Während beispielsweise Paris seinen einzigen Obelisken auf einem 8 ha großen Platz in Szene setzen muss, gehen die unzähligen hiesigen fast unbeachtet in der Menge unter.


AMEDEO REALE Mitglied seit 2006

Ein Winzer aus Lecce, einer Hochburg der Kunst in Apulien, dem Absatz des italienischen Stiefels. Die Bewirtschaftung des Weinguts überlässt er seinem Bruder, während er sich in Rom um den Vertrieb seiner sehr ausdrucksvollen, landestypischen Erzeugnisse kümmertWichtig ist für ihn auch der internationale Flughafen, durch den er seine Weine in ca. 15 verschiedenen Ländern promoten kann, sozusagen in den Fußstapfen der alten Römer. Denn wenn es auch die Griechen waren, welche die Weinreben in Italien heimisch machten, so verdankt der Rest Europas den Genuss ihres Saftes dem römischen Großreich. Seinen RISTRETTO bereitet Amedeo in einer roten PIXIE zu, weil er seine Frau nicht zu einer schwarzen überreden konnte, die farblich auf die Kapseln seines Lieblings-Grand Crus abgestimmt gewesen wäre. Er mag ihn „sehr stark, wie jeder hier“.


AMEDEO FINDET ES TOLL, EINERSEITS DIE BADEORTE AN DER LATIUM-KÜSTE ZU HABEN UND ANDERERSEITS SKIGEBIETE, DIE IN WENIGER ALS ZWEI STUNDEN VOM STADTZENTRUM AUS ERREICHBAR SIND. Aber auch innerhalb Roms kennt er genügend grüne Oasen, die von den Touristen oft gar nicht bemerkt werden, wie z. B. das für Autos gesperrte TIBER-UFER, wo er morgens immer joggt und von wo aus man einen einzigartigen Blick von unten auf die Silhouette der Stadt hat. Oder das riesige Areal der VILLA ADA, eine der grünen Lungen Roms, die dank des kämpferischen Einsatzes der Umweltschützer gegen das Gartenbauamt eher einem Urwald als einem Park gleicht.

Unter diesen teilweise fast prähistorisch anmutenden Riesenbäumen unternimmt Amedeo gerne Familienspaziergänge, bei denen man sich durchaus verlaufen kann. In einem ganz anderen Stil kann man in den Barockgärten der Villa Borghese flanieren. Diese weitere große Grünanlage in der Nähe der Piazza del Popolo bietet eine prachtvolle Neuinterpretation altrömischer Grandezza. Sollten Sie, vielleicht anlässlich eines Besuchs der Galleria Borghese, hierher kommen, gönnen Sie sich einen Brunch in der Cafeteria der CASA DEL CINEMA. Für die Pflastertreterei auf den berühmten sieben Hügeln sollte man mit gutem Schuhwerk gerüstet sein.

Amedeo schwört hierfür auf die CALZOLERIA PETROCCHI, einen Schuster der alten Schule, der allein nach einer Foto-Vorlage jedes gewünschte Modell in Maßarbeit nachmachen kann. Und falls Sie zum Essen ausgehen möchten, empfiehlt er das aktuelle Szenelokal PASTIFICIO SAN LORENZO, eine ehemalige Nudelfabrik in diesem neuerdings sehr angesagten Viertel Roms.


CRISTIANA TORRE Mitglied seit 2006

Cristiana ist Leiterin der Schuh- und Lederwaren-Abteilung des Luxusunternehmens Fendi. Gemeinsam mit dem Juwelier Bulgari hält dieses noble Modehaus die Fahne der italienischen Eleganz in Rom hoch. Während Mailand, Florenz und Neapel im Bereich der Haute Couture miteinander wetteifern, hat sich die Ewige Stadt auf Schmuck und Leder spezialisiertKein Wunder, denn bereits seit der Antike versammeln sich hier Scharen der besten Kunsthandwerker, um die glanzvollen Insignien echter oder eingebildeter Macht anzufertigen. Cristiana besitzt zwei LATTISSIMA+, eine in der Stadt und eine auf dem Land, denn ohne ihren Cappuccino auf Knopfdruck kann sie nirgends und nie auskommen. Ein Grund mehr, diesen mit einem DECAFFEINATO INTENSO zuzubereiten.


CRISTIANAS EMPFEHLUNGEN DREHEN SICH SELBSTVERSTÄNDLICH HAUPTSÄCHLICH RUND UM DIE MODE: Wie z. B. die junge Schmuckdesignerin DELFINA DELETTREZ, eine Nachkommin der Fendi-Dynastie in der vierten Generation. Ihre Kreationen, die Tiere, menschliche Augen und Münder etc. nachempfinden, wirken wie heidnische Amulette oder Votivbilder. Ihre Tante, Ilaria Venturini Fendi, gründete die Marke RE(F)USE, deren Showroom vom Dekorateur Paolo Colucci (siehe auch unsere Rubrik Style) gestaltet wurde.

Diese Linie widmet sich dem Umweltschutz und Recycling in seiner allerschönsten Form: Aus gebrauchten Materialien werden Taschen, Schmuckstücke und Möbel mit tollem Design gefertigt. Etwas ganz Besonderes ist auch die LA BOTTEGA DEL MARMORARO, eine kleine Steinmetz-Werkstatt, deren bewusste Bescheidenheit sich von den benachbarten teuren Antiquitätenhändlern abhebt. Vor 40 Jahren begann der Römer Enrico Fiorentini hier, weise Zitate in schöner Kalligraphie auf Marmorplatten zu gravieren. Bis heute können Sie an dieser Adresse Ihr Lebensmotto in Stein gemeißelt erstehen und so auch ein Stückchen Rom mit nach Hause nehmen.

Die ursprünglich nicht hier beheimatete Sitte des Aperitivo wird heute in Italien mehr und mehr gepflegt. Cristiana genießt ihn am liebsten im CAFFÈ DELLE ARTI, der riesigen Caféterrasse des Museums für moderne Kunst gleich neben der Villa Borghese, weil das Abendlicht diesem Ort einen speziellen Zauber verleiht. Wer lieber süßen Sünden frönen möchte, dem empfiehlt Cristiana die Eisdiele LA CASA DEL CREMOLATO, deren hausgemachte Spezialität ein Natur-Fruchteis ist – ein wenig wie Granita, aber noch fruchtiger und erstaunlich cremig.


ALESSANDRO DONADIO Mitglied seit 2003

Dieser Innenarchitekt hat einen persönlichen Stil entwickelt, der sich auf das Wesentliche reduziert und sehr sparsam mit Farben umgeht. Und das in einer Stadt, der nichts ferner liegt als ein derart elementarer Geist! Alessandro löst bemerkenswerte Details aus der ihn umgebenden dekorativen Überfülle heraus, um sie solo zur Geltung zu bringen. Ähnlich, wie manche römische Plätze genug Raum schaffen, um eine Säule oder einen Triumphbogen mit Abstand betrachten zu können.

Diesem Schaffen von Perspektiven hatte sich bereits in der Frührenaissance der Maler und Mathematiker Piero della Francesca gewidmet, der geometrische Berechnungen nutzte, um beispielsweise ein bestimmtes Gebäude oder ein ausdrucksvolles Gesicht perfekt herauszustellen. Beim Kaffee beschränkt sich der puristische Geschmack Alessandros auf seine Maschinen, eine schwarze CITIZ und eine anthrazitgraue CONCEPT. In puncto Aroma liebt er die vielfältigen Nuancen seines ROMA Grand Cru, die durch die kurze Extraktionszeit besonders hervortreten, und verkostet auch gern die limitierten Sondereditionen.


WAS EINEN IN ROM, ÄHNLICH WIE IN NEW YORK, FRAPPIERT, IST DIESES SCHWINDELERREGENDE BEWUSSTSEIN GEBALLTER MASSE. Von der VIALE TRINITÀ DEI MONTI am oberen Ende der Spanischen Treppe hat man einen weltbekannten Überblick über das Häusermeer. Allerdings versammeln sich die meisten Besucher dort zum Sonnenuntergang, obwohl sich im Morgengrauen ein sehr viel klareres Bild bietet, wenn das bläuliche Licht des neuen Tages dieses Babylon des alten Europas wie neugeboren erscheinen lässt.

Zu seinen eigenartigsten Bauwerken zählt das CASTEL SANT’ANGELO, das wie ein riesenhaftes, am Ufer des Tiber gelandetes UFO wirkt. Einst ein Mausoleum für die römischen Kaiser wurde es später von den Päpsten zu einer uneinnehmbaren Fluchtburg umgebaut und von seiner Marmorverkleidung befreit. Für paradiesische Träume während der blutigen Belagerungszeiten, in denen sie sich hier verschanzen mussten, ließen sich die Päpste ihre Gemächer mit wunderschönen Renaissance-Malereien ausschmücken. Von der Bar im Obergeschoss aus hat man einen tollen Rundblick auf die Ewige Stadt und den Vatikan, der durch einen befestigten Gang mit diesem päpstlichen Bunker verbunden ist.



Weniger in der Höhe, sondern in der Breite sticht die Piazza Sant’Ignazio aus dem Stadtbild hervor. Wie eine einladende Lichtung im Dickicht der Häuserfronten beweist dieser Platz, auf dem man die hervorragende Trattoria DA SABATINO findet, dass das architektonische Genie der Römer mehr auf Theatralik als auf Spektakuläres setzt. Im Dunklen erscheint das Monti-Viertel unwirklich wie eine Märchenwelt aus Tausendundeiner Nacht, deren Steine im Spiel der Schatten geradezu samtig wirken. Hier findet man eine schlichte Bottiglieria mit wahrhaft göttlichen Weinen: AI TRE SCALINI. Der letzte Tipp Alessandros entspricht wieder ganz seinem persönlichen Stil: MAXXI, das Museum für moderne Kunst, dessen Äußeres bereits ein Kunstwerk für sich ist.


BENEDETTA SCASSELLATI Mitglied seit 1999

Jedes Mal, wenn Benedetta in der Boutique ihren DECAFFEINATO INTENSO-Vorrat auffüllt, schaut der Verkäufer sie mit fragendem Blick an, so als müsste er sie eigentlich kennen. „Ihre nationale Kundennummer ist die Acht“, bringt er dann hervor. „Sie müssen eine Berühmtheit sein!“ Dafür dass diese PR-Managerin zu den zehn ersten Mitgliedern des italienischen Clubs gehört, gibt es eine einfache Erklärung: Eine Freundin, die bei Nespresso arbeitete, schenkte ihr eine Kaffeemaschine, als die ersten Kapseln in Italien auf den Markt kamenBenedetta war sofort begeistert von den Leistungen dieses neuen Hausgastes, der ihr den Kaffee genau so zubereitet, wie sie ihn liebt: nicht zu stark, aber mit wunderbarer Crema. Seither hält sie sich über alle technologischen Neuheiten der Marke auf dem Laufenden und hat sich kürzlich für eine U entschieden.


BENEDETTA STAMMT URSPRÜNGLICH AUS BOLOGNA, LEBT ABER SEIT 15 JAHREN IN ROM. SIE LIEBT DIESE TURBULENTE METROPOLE, DIE SICH IMMER WIEDER NEU ERFINDET, OHNE IHRE ATEMBERAUBENDE VERGANGENHEIT ZU VERLEUGNEN. In dieser grandiosen Stadt fühlt sich jeder schnell zu Hause. Sie hat so viele Kaiser emporkommen und wieder fallen sehen, dass solche Hoheiten für sie ganz normale Menschen sind. Auf dem Marsfeld, gegenüber von den korinthischen Marmorsäulen des Hadriantempels, befindet sich eine Hochburg des römischen Dolce Vita: die Bar SALOTTO 42.

Hier genießt man seinen Aperitivo, jenes beliebte, in Turin geborene Ritual, das mit dem spanischen Tapas-Konzept vergleichbar ist: Man schlürft einen quietschbunten Cocktail, z. B. einen Spritz (Schaumwein mit Bitterlikör), einen Americano (Campari, roter Wermut und Soda) oder einen Bellini (Champagner mit Pfirsichpüree) und nascht dazu an den kleinen Häppchen, die in beliebigen Mengen dazu serviert werden – alles in allem schon ein ganzes Abendessen. Benedetta mag an diesem Brauch besonders, dass man gleich nach der Arbeit dazu übergehen und von den letzten Sonnenstrahlen profitieren kann. Unweit des Kolosseums frönt das CAFFÈ PROPAGANDA dem gleichen Kult in seinem wie einer Operette entsprungenen Dekor am Rande des Monte Caelius, einem der sieben Hügel Roms.

Im Norden der Stadt serviert das RISTORANTE DOLCE herrliche Brunches, während man in der Neo-Trattoria URBANA 47 sogar noch nach Mitternacht bestellen kann, ideal nach einem Theaterbesuch. Benedettas Lieblingsrestaurant bleibt aber unbestritten BABETTE, dessen fantastische vegetarische Küche sich am dänischen Film „Babettes Fest“ inspiriert.


ADRIANO CAPUTO Mitglied seit 2007

Die meisten Besucher empfinden die nächtliche Beleuchtung Roms als absolut filmreif. Dieser Beleuchtungsspezialist, eine Art Bildgestalter für die Monumente der Stadt, hat nichts als Kritik dafür übrig. Er schimpft auf die Natriumdampflampen, die die schönen Travertin-Fassaden in ein ungesundes gelbes Licht tauchen. Zur Geltung bringen sie nur die Ziegel, die das Skelett der antiken Bauwerke bilden. Oft genug haben die alten Römer diese „architektonischen Gebeine“ in barocke oder Renaissance-Reliquienschreine eingefügt, so wie die Katholiken das mit den sterblichen Überresten ihrer Heiligen tun. Adriano hat eine PIXIE im Büro und nutzt sie gerne und häufig, froh darüber, für einen guten Kaffee nicht immer aus dem Haus zu müssen. Er liebt seinen RISTRETTO extrem kurz, fragt sich aber immer noch, wohin mit seiner Nase beim Trinken aus den kleinen Tässchen.


ROM HATTE LANGE ZEIT DIE FÜSSE IM SUMPF UND DEN KOPF IN DEN STERNEN. VOR 150 JAHREN HERRSCHTE HIER EINE THEOKRATIE, DIE RÄUBERN UND WEGELAGERERN IN IHREN KIRCHEN UNTERSCHLUPF GEWÄHRTE. Es bedurfte einer langen Reinigungsphase, bevor Rom es sich verdient hatte, Landeshauptstadt zu werden. Diese Kaiserin ist so sehr eine Sklavin der Macht, dass sie ihre eigene Machtposition immer noch verkennt. Was sie auch tun, die Römer werden ihre Minderwertigkeitsgefühle einfach nicht los. Einige klettern trostsuchend auf die Dächer, um das Niveau ihrer glorreichen Vergangenheit zu erreichen. Rom kann man nur wirklich ganz erfassen, wenn man es von oben herab betrachtet.

Zum Beispiel von den FARNESINISCHEN GÄRTEN DES PALATIN aus, dem vielleicht stolzesten der sieben Hügel Roms. Seinem romantischen Belvedere liegt die ganze Metropole zu Füßen, anmutig und dantisches Inferno zugleich, ebenso heilig wie gottverdammt … Auf andere Art spektakulär ist die Terrasse des HOTEL MAJESTIC ROMA hoch über der geschichtsträchtigen Via Veneto, der breiten Lebensader der Stadt. Weiter unten, an die Spanische Treppe geschmiegt, zeigt der BABINGTON’S TEA ROOM eine andere Facette der Hauptstadt, nämlich die gekonnte puritanische Herablassung, die so gut zum Teatime-Snobismus passt. Adriano zieht sich auch gerne in eines der vielen Klöster Roms zurück: Orte der Stille und Einsamkeit, über die die Zeit keine Macht zu haben scheint.

Am liebsten geht er ins CHIOSTRO DEL BRAMANTE mit seinem wunderschönen, herrlich ruhigen Renaissance-Kreuzgang, wo man sich nach dem Besuch der gerade aktuellsten Kunstausstellung auf einen Kaffee niederlässt. Noch ein letzter Tipp: Reisen Sie auf gar keinen Fall aus Rom ab, ohne den PALAZZO BARBERINI besichtigt zu haben (s. Rubrik Style).


DELFINA GIANNATTASIO Mitglied seit 2008

Delfina lebt nicht in Rom, weil sie zurzeit ihr Architekturstudium in Paris absolviert. Aber jeden Besuch zu Hause nutzt sie, um all die Orte zu besuchen, die ihr fern der Heimat so sehr fehlen. Ihre kleine Pilgerfahrt führt sie oft in Viertel, in denen das Leben brodelt. Zurück in Paris mit seiner homogenen Architektur aus blassen Quadersteinen wird ihr bewusst, wie bunt und quirlig Rom istSie empfiehlt, sich nicht nur auf die klassischen Sehenswürdigkeiten zu beschränken, denn viel des „wirklich Römischen“ findet in Trastevere und den Gassen und Straßen des historischen Stadtzentrums statt, wo man sich trifft, um das Leben zu genießen. Von ihrer PIXIE lässt sie sich superstarke „italienische“ Espressos bereiten, am liebsten mit den Grands Crus RISTRETTO, ROMA oder der limitierten Ausgabe KAZAAR, die sie zu ihrem Leidwesen nicht mehr finden kann.


SHOPPING-FANS KOMMEN IN DER VIA DEL GOVERNO VECCHIO VOLL AUF IHRE KOSTEN, WO SICH JUNGE DESIGNER UND INTERNATIONALE MARKEN ABWECHSELN. Ganz in der Nähe, in der Via del Gesù, führt VERTIGO VINTAGE BOUTIQUE das Konzept der Edel-Secondhand-Mode ein, in einer Stadt, wo man bei gebrauchter Kleidung noch an Lumpensammler denkt. Die Boutique hat zwar auch Balenciaga, Valentino, Fabiani, Yves Saint Laurent und Fendi im Angebot, aber die Besitzer haben eine ausgeprägte Vorliebe für römisch-elegante Vintage-Outfits von anonymen Designern. Im Ghetto gleich nebenan stellt die GALERIE ERMANNO TEDESCHI zeitgenössische Künstler aus, darunter auch Nicola Bolaffi und seine überraschenden Spaghetti-Werke.

Wenn die Stunde des Aperitivo schlägt, gefällt es Delfina am besten in den hängenden Gärten oberhalb der Terrasse, die zur Bar des HOTEL DE RUSSIE gehört. Hier fühlt sie sich wohler als in der Bar des Hotel d’Inghilterra, das ihr zu viel von einem britischen Herrenclub hat. Das Stadtviertel Monti mit seinem immer noch dörflichen Charakter ist eine Talmulde, in deren Windungen sich einige Erhebungen hervortun. Wenn man die VIA DEI SERPENTI entlang geht, türmt sich plötzlich das Kolosseum vor den Augen auf. Auf dem linken Ufer des Tibers zieht die hochkonzentrierte Rom-Atmosphäre des Viertels Trastevere Einheimische und Touristen gleichermaßen in ihren Bann, eine Mischung aus Sandalenfilm und Spaghetti-Western. Im Labyrinth der engen, basaltgepflasterten Gassen reihen sich kleine Restaurants und alteingesessene Kneipen aneinander, darunter auch die BAR SAN CALISTO, die zu den authentischsten hier gehört. Etwas weiter nördlich gibt es im winzigen Restaurant CACIO E PEPE praktisch nur die drei „einheimischen“ Pastagerichte „alla carbonara“, „alla gricia“, eine Carbonara ohne Eier, und „alla cacio e pepe“ mit Käse und Pfeffer.



BESUCH DER NESPRESSO BOUTIQUE PIAZZA SAN LORENZO




WIE KAMEN SIE ZU NESPRESSO ?

CRISTINA NICOSIA: Ich bin in Sizilien geboren, praktisch an den Hängen des Ätna. Vor ein paar Jahren organisierte ich Verkostungsaktionen in einem Einkaufszentrum Catanias. Als ich dabei auf die Grands Crus von Nespresso stieß, war ich sofort begeistert und vermittelte das auch den probierenden Personen. Das blieb nicht unbemerkt, und Nespresso bot mir an, die Händler der Insel zu coachen.

UND WIE KAMEN SIE NACH ROM ?

C. N.: 2007 schlug man mir eine Anstellung in der ersten Boutique der Ewigen Stadt vor. Da habe ich sofort zugegriffen und zwei Jahre später die Leitung übernommen.

WO IN ROM LIEGT DIESE ERSTE BOUTIQUE ?

C. N.: An der Piazza San Lorenzo, mitten im Zentrum. Ein Viertel rund um den Corso, den Champs-Elysées von Rom. Ganz in der Nähe liegen das Pantheon, die Abgeordnetenkammer und die Piazza di Spagna, einer der belebtesten Plätze der Stadt, wo übrigens kürzlich eine neue Nespresso Boutique eröffnet wurde. Zu unseren Gästen gehören Abgeordnete und hohe Beamte, aber auch viele Touristen.



WIE TRINKEN DIE RÖMER IHREN KAFFEE ?

C. N.: Sie probieren gerne die neuen Grands Crus, haben es aber meist eilig. Vielleicht trinken sie deswegen ihren Kaffee so „kurz“, als Ristretto. Bei einem Cappuccino nimmt man sich Zeit, die kleinen Tässchen kann man schnell an der Theke konsumieren. Was aber nicht heißt, dass unsere Gäste keinen Wert auf Qualität legen. Im Gegenteil, diese Geschmackskonzentration hat geradezu einen Lupeneffekt. Da sind nur außergewöhnliche Kaffeesorten gut genug.

SCHLIESSLICH SIND ITALIENER JA AN HERAUSRAGENDES GEWÖHNT…

C. N.: Stimmt. In nahezu allen Cafés des Landes wird ausgezeichneter Kaffee serviert, und die Baristas beherrschen ihre Espressomaschinen perfekt. Wir haben sie ja schließlich erfunden, diese raffinierte Technik. Um diesem hohen Niveau die Stirn zu bieten, müssen wir unsere Vorteile intensiv herausstellen. Kaffee ist hier für Jedermann ein familiäres, ganz normales Produkt, das schon lange nicht mehr als exotisch gilt. Während jeder Kaffeeröster einen hauseigenen Geschmack herauskristallisiert, um seine Kunden zu binden, kitzeln wir in ihnen die Lust wach, über diese Exklusivkultur hinauszuwachsen. Unsere Stärke liegt unter anderem in dem breiten Sortiment, das wir anbieten – und das man genießen kann, ohne ins Café gehen zu müssen. Perfektion für zu Hause.



EINE NEUE ADRESSE AN DER PIAZZA DI SPAGNA An einem der belebtesten Plätze der Stadt hat Nespresso eine neue Boutique eröffnet. > Piazza di Spagna 34-35, I - 00187 Rom


WO SERVIERT MAN IN ROM NESPRESSO

DAL BOLOGNESE

Diese Brasserie ist eine wahre Institution an der Piazza del Populo und serviert Klassiker der lokalen Küche wie Eintopf mit Cremone-Senf und eingelegten Senf-Früchten.



MAMMA ANGELINA

Exzellente Fischgerichte unweit der Villa Ada.



LA TAVERNA DELLO SPUNTINO

In der Nähe der Abtei Grottaferrata südlich von Rom lockt diese antike Herberge mit malerischen Kreationen.



REC23

Ein Hauch New York im Szeneviertel Testaccio.


Umsetzung: Sandrine Giacobetti Texte: Julien Bouré Fotos: Jean-Claude Amie



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