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Aluminium: ewig neu verwertbar

Nespresso Recycling

Das Umweltbewusstsein von Nespresso schlägt sich seit 20 Jahren in konkreten Maßnahmen nieder. Da Aluminium nicht nur für die Aromabewahrung der Grands Crus unschlagbar ist, sondern auch in seiner unbegrenzten, energie- und ressourcenschonenden Wiederverwertbarkeit, organisiert die Firma das Recyceln ihrer Kaffeekapseln.


1865 schickte Jules Verne seine drei Romanhelden in einer Aluminiumkapsel „Von der Erde zum Mond“. Er hatte dieses Metall aufgrund seiner besonderen technischen Eigenschaften gewählt, die es schon damals zum Material der Zukunft prädestinierten: Es war leicht und doch doppelt so solide wie Stahl, luft- und wasserdicht, rostfrei, leicht zu verarbeiten ... Aber leider derartig teuer in der Herstellung, dass man es als höchste Kostbarkeit betrachtete. So bekamen etwa bei einem Bankett von Napoleon III. nur die Ehrengäste ein Aluminium-Besteck, wohingegen sich die anderen mit goldenem Essgerät begnügen mussten. Könnte der berühmte Science Fiction-Autor heutzutage eine Nespresso Kapsel studieren, so würde er genau die Eigenschaften wiedererkennen, die er vor rund eineinhalb Jahrhunderten für sein Raumschiff ersann, z.B. einen absolut dichten, geschützten Innenraum, denn: „Um einen optimalen Trinkgenuss zu erzielen, muss der gemahlene Kaffee von Luft, Licht und Feuchtigkeit abgeschlossen gelagert werden“, erklärt der Nespresso Kaffee-Experte Alexis Rodriguez, der für die Grands Crus jene Aromenfülle komponiert, die es unbedingt bis in die Tasse des Kaffeeliebhabers zu bewahren gilt. „Aluminium bietet einfach den idealen Schutzwall gegen diese dreifache Aggression.“ Mit der Kapsel hat Nespresso also zugleich ein Behältnis und einen Aroma-Safe geschaffen. Aber die Firma nutzt nicht nur die hervorragenden Packstoff-Qualitäten des Aluminiums, sondern auch seine außergewöhnlich gute Wiederverwertbarkeit. Bereits seit 20 Jahren baut Nespresso sein Recycling-Programm für gebrauchte Kapseln aus, denn einge-schmolzen ergeben sie wieder vollwertiges Rohmaterial – bei einer Energieeinsparung von bis zu 95 % gegenüber der Erstproduktion.

Die Geschichte des Sammelsystems

In der Schweiz fing alles an. Das Ursprungsland der Marke Nespresso ist ausgesprochen umweltbewusst, so dass die ersten Schritte zu einer Recycling-Lösung gleich bei Einführung der ersten privaten Espresso-maschinen 1989 unternommen wurden. Marc-Alain Dubois, der damalige Vertriebsleiter für die Schweiz (heute für Europa), erinnert sich: „Maschinen, Kapseln und Club, dieses Dreigestirn unseres Businessmodells war schon perfekt eingespielt. Aber der Aufbau eines Recycling-Systems stellte uns vor enorme Probleme. Wo sollten die gebrauchten Kapseln gesammelt werden? Welche Firmen würden die Trennung von Kaffeesatz und Aluminium vornehmen? Und wie könnte man die Clubmitglieder dazu bewegen, die Kapseln zurückzubringen, anstatt sie wegzuwerfen?“ (Damals war das Konzept des Portionskaffees ja noch etwas ganz Ungewohntes). Man entschied sich für ein Grund-prinzip, das bis heute gültig ist: Nespresso bietet seinen Clubmitgliedern möglichst praktische Lösungen an, aber sie entscheiden selbst, ob sie sie nutzen. Es gibt keinen Recycling-Zwang. 1990, als die getrennte Müllsammlung in der Schweiz noch in den Kinderschuhen steckte, leistete Nespresso Pionierarbeit: Jeder Kaffeelieferung lag ein Recycling-Beutel bei, in dem man die gebrauchten Kapseln zurücksenden sollte. Ein System, das heute in der Schweiz unter dem Namen „Recycling at home“ neue Erfolge feiert. „Wir haben uns damals gleich an die Schweizer Genossenschaft für Aluminiumrecycling Igora gewandt,“ erzählt Marc-Alain Dubois, „aber die besaß keine geeigneten Anlagen, um den Kaffeesatz vom Aluminium zu trennen. Daher arbeiteten wir zunächst nur mit der auf Altmetall-Wiederverwertung spezialisierten Firma Thévenaz-Leduc, die bereits ein Netz von 35 Sammelstellen in der Schweiz besaß.“ Das war ein entscheidender strategischer Vorteil, denn: „Uns war klar, dass wir unbedingt für einen einfachen Zugang der Verbraucher zu den Annahmepunkten sorgen mussten. Also installierten wir auch in allen unsere Maschinen führenden Geschäften Kapselrücknahme-Boxen sowie in den entstehenden Nespresso Boutiquen. Die erste wurde in der Zürcher Löwenstrasse eröffnet, da ist sie auch heute noch! Später stellten die Schweizer Kommunen ebenfalls Wertstoffcontainer auf. Mehr und mehr Sammelstellen brachten die Recyclingwirtschaft auf Touren, die gesamte Logistik wurde weiter ausgebaut ... Ein in jeder Hinsicht positiver Kreislauf entstand.“

Die Ausweitung der Netze

Was hat sich in puncto Recycling geändert, seit die ersten Nespresso Maschinen den Markt eroberten? Die erste Antwort betrifft die Menge, denn nicht nur die Grands Crus haben ihren Siegeszug weltweit fortgesetzt, sondern auch das damit verbundene Recycling-Programm.  Zwar hat es 10 Jahre gedauert, bis das erste andere Land dem Schweizer Vorbild folgte, aber seither ist die Anzahl der Sammelstellen, über die Clubmitglieder international verfügen, auf 20 000 gestiegen und wächst ständig weiter. Daher konnte Nespresso bereits jetzt sein Fernziel für 2013 verwirklichen, 75 % aller Kapseln zu recyceln. Die zweite Antwort bezieht sich auf die Logistik. Das Nespresso Recycling-Programm musste in jedem Land an die vorhandene Infrastruktur angepasst werden. So gibt es außer in den Nespresso Boutiquen auch Kapsel-Sammelstellen auf Werkstoffhöfen, in Elektrofachmärkten, bei Abholstationen für Internet-Bestellungen … Sogar manche Frei-Haus-Lieferanten nehmen das Leergut gleich wieder mit. Nespresso geht es darum, es seinen Clubmitgliedern durch ein ebenso diversifiziertes wie multiples Angebot möglichst leicht zu machen, ihren persönlichen Beitrag zum Umweltschutz und Erhalt unseres Planeten zu leisten.

Neue Herausforderungen

Noch einen Schritt weiter in Richtung Kundenkomfort geht die Entsorgung der Kapseln über die getrennte Müllsammlung zu Hause. In Schweden, Finnland und Deutschland können sie bereits ganz bequem im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgt werden. In Deutschland wird das Recycling über das duale System Deutschland koordiniert. Auch in einigen südfranzösischen Gemeinden ist das inzwischen möglich, weil ihre Wertstoffzentren mit hochmodernen Müllsortierungsanlagen ausgerüstet wurden, die das Aluminium automatisch herausfiltern. Ein ebenso umwelt- wie verbraucherfreundliches System, denn je einfacher und komfortabler das Recycling wird, desto höher die Beteiligung. Aber bis es sich überall durchgesetzt hat, organisiert jede Nespresso Landesfiliale die optimale Sammlung der Kapseln im Rahmen der vorhandenen privaten oder staatlichen Strukturen. Die andere große Herausforderung bei der Wiederverwertung bestand im Trennen von Alu und Kaffeesatz. Dieses technische Problem wurde bereits 1990 durch ein Schredder-System gelöst, das man seither ständig perfektioniert und auch hier wieder jeweils an die örtlichen Gegebenheiten anpasst: Während man im Süden auf ein umwelt- und budgetschonendes Trocknen des Kaffesatzes durch Sonnenlicht setzt, muss in anderen Teilen der Welt auf Heiz- oder Waschanlagen zurückgegriffen werden. Teilweise wird auch der Kaffeesatz als Dünger, Kompost oder Bioenergie weiterverwertet, während aus dem Aluminium immer wieder Aluminium entsteht. In Deutschland können die gebrauchten Kapseln samt Inhalt im Gelben Sack, der Gelben Tonne oder den Containern für Leichtverpackungen der Wertstoffsammelstellen entsorgt werden. Eine kleine Geste Ihrerseits genügt, ihnen ein neues Leben zu schenken!

Jeder kleine Beitrag zählt

Von der Ausweitung der Sammelstellen über Forschungsprojekte zur bestmöglichen Trennung von Kaffeesatz und Metall bis hin zu seinem Engagement für die Entsorgung der Kaffeekapseln über die getrennte Hausmüll-Sammlung investiert Nespresso seit über 20 Jahren erhebliche Mittel und Überlegungen in die Entwicklung optimaler Recycling-Lösungen. Warum? Weil wir glauben, dass hier die Zukunft liegt, dass jeder kleine Beitrag die Mühe wert ist und wir gemeinsam mit unseren Clubmitgliedern Stück für Stück an der Welt von morgen bauen können. Es gibt weltweit mehr als 20 000 Sammelstellen für gebrauchte Nespresso Kapseln. Ihre nächstgelegene finden Sie auf www.nespresso.com/ecolaboration mithilfe des Geolokalisierungs-Systems oder über die Nespresso Applikation auf Ihrem Smartphone.

PIXIE die RECYCLING BOTSCHAFTERIN

Was bringt es, seine Kaffeekapseln zu recyceln?

Die Antwort auf diese Frage erwartet Nespresso Clubmitglieder jetzt in ihrer Boutique: Die neue PIXIE schmückt sich mit schicken karminroten oder braunen Seitenblenden, die nicht nur äußere, sondern auch innere Werte besitzen. Sie bestehen nämlich zu 98 % aus in der Schweiz recycelten Nespresso Kapseln. Besser lässt sich der Erfolg des Sammelsystems kaum demonstrieren! Und weil eine PIXIE mehr sagt als 1000 Worte, wird die sympathische kleine Maschine mit dem bescheidenen Energieverbrauch in Zukunft als effektivste Recycling-Botschafterin bei Nespresso Liebhabern auf der ganzen Welt fungieren – ganz ohne Dolmetscher. > www.nespresso.com/ecolaboration

RECYCLING IN VIER SCHRITTEN

Diese Fotoreportage wurde im Rückgewinnungs-betrieb Papirec (der Firma Thévenaz-Leduc), dem Recycling-Partner von Nespresso in Moudon, Schweiz, aufgenommen. Die Arbeit hier erfolgt in drei Schritten: Lagerung der Kapseln, Trennung von Aluminium und Kaffeesatz sowie Kompaktieren der beiden Wertstoffe. Der vierte Schritt, das Einschmelzen des Aluminiums, erfolgt in einer anderen Anlage.


Text Francis Dolric Fotos Jean-Claude Amiel



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