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IUCN zum Thema Aluminium

Interview mit Andrea Athanas, Senior Programme Officer, Business and Biodiversity Programme der World Conservation Union.

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„Die IUCN und Nespresso arbeiten zusammen, um ein Produkt zu schaffen, bei dem Aluminium verantwortungsbewusst eingesetzt wird"


Erzählen Sie uns ein paar Dinge über Ihre Person.

Ich bin als Senior Programme Officer für das Business and Biodiversity Programme der World Conservation Union (IUCN) tätig. Ich bin verantwortlich für die Arbeit der IUCN auf den Gebieten Energie, Ökosysteme und Lebensgrundlagen und koordiniere die Zusammenarbeit der Organisation mit der Rohstoffindustrie. Zu meiner Tätigkeit gehört es, die Entwicklung von Werkzeugen zur Kontrolle der Auswirkungen von Energietechnologien wie Biokraftstoffen und erneuerbaren Offshore-Energien zu überwachen, Schulungen zur Beurteilung der ökologischen und sozialen Auswirkungen von Energieprojekten und energiepolitischen Regelungen anzubieten sowie IUCN-Programme im Hinblick auf die Energiearbeit zu beraten.

Ich besitze einen Master-Abschluss in Umweltprüfung und -bewertung (Environmental Assessment and Evaluation) der London School of Economics und einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und Englisch der University of Michigan.



Bitte erzählen Sie uns, wie die IUCN mit Nespresso im Rahmen von Ecolaboration zusammenarbeitet. Auf welche Bereiche erstreckt sich die Zusammenarbeit?

Der Zweck der strategischen Partnerschaft zwischen der IUCN und Nespresso besteht darin, bei Nespresso und in den Lieferketten des Unternehmens den Umgang mit Nachhaltigkeit und insbesondere mit ökologischen Fragen zu verbessern. Ziele der Partnerschaft sind: erstens die Unterscheidung vom Markt in Bezug auf den Grad der Nachhaltigkeit (einschließlich Biodiversität) in der Wertschöpfungskette für Aluminium, zweitens die Messung und Verstärkung der ökologischen Ergebnisse des Engagements von Nespresso im Rahmen von Ecolaboration und drittens die Untersuchung neuer Geschäftsmodelle zur Minimierung der Auswirkungen von Nespresso auf die Umwelt.

Die IUCN und Nespresso arbeiten zusammen, um ein Produkt zu schaffen, bei dem Aluminium verantwortungsbewusst eingesetzt wird, so dass ein messbarer und überprüfbarer Fortschritt bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstandards und -praktiken in der Aluminiumindustrie erzielt wird. Dazu müssen sich Unternehmen aus der Wertschöpfungskette für Aluminium (vom Bauxitabbau bis zum Recycling) mit interessierten Gruppen aus der Gesellschaft (Umweltschutzgruppen, Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften) und anderen Beteiligten (Wissenschaftlern, Regierungen und internationalen Organisationen) zusammensetzen, um sich auf eine Reihe von Grundsätzen und Kriterien zu einigen und ein glaubwürdiges Überprüfungsschema für die Aluminiumindustrie zu entwickeln.

Die IUCN untersucht im Schulterschluss mit ihren Mitgliedern und Partnern, wie Änderungen der politischen Rahmenbedingungen solche Recyclinglösungen voranbringen können. Derzeit sucht die IUCN unter ihren Mitgliedern und in ihrem Netzwerk nach erfahrenen länderspezifischen Partnern, um die Strategie für die Recyclingpolitik auf nationaler und EU-weiter Ebene zu beeinflussen. Dabei arbeiten wir eng mit Nespresso zusammen. Es ist vorgesehen, dass Nespresso diese Arbeit finanziell unterstützt, so dass sich Vorteile für die an der Initiative beteiligten Partner ergeben.



Die IUCN ist seit langem ein Ecolaboration-Partner von Nespresso. Welche zentralen Grundsätze stehen hinter dieser Beziehung?

Die IUCN ist an der Zusammenarbeit mit Nespresso in diesem Arbeitsprogramm interessiert, weil sich daraus kurzfristig wie langfristig interessante Möglichkeiten ergeben. Kurz- bis mittelfristig bietet die AluCycle-Initiative der IUCN die Chance, Akteure in der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette zur Anwendung nachhaltigerer Praktiken zu bewegen, die insbesondere der Biodiversität zugute kommen. Durch die Zusammenarbeit mit Nespresso hat die IUCN ebenfalls kurz- bis mittelfristig die Möglichkeit, die einzelnen Konsumenten in Europa und weltweit dahingehend zu beeinflussen, dass sie die Biodiversität erhalten und die Umwelt schützen. Langfristig kann die Beziehung zu Nespresso der IUCN die Gelegenheit geben, einen Marktführer in der Kaffeebranche so zu beeinflussen, dass er ein neues Modell für die nachhaltigste, hochwertigste und praktischste Kaffee-Einzelportion der Welt entwickelt.



Was waren bisher die grössten Herausforderungen in Ihrer Zusammenarbeit mit Nespresso im Rahmen von Ecolaboration? Wie haben Sie diese bewältigt?

Jede Beziehung zwischen Wirtschaftsunternehmen und nicht gewinnorientierten Organisationen bringt Herausforderungen mit sich, da hinter den beiden Sektoren in der Regel völlig unterschiedliche Antriebskräfte stehen. Eine der größten Herausforderungen bei unserer Zusammenarbeit mit Nespresso im Rahmen von Ecolaboration war es, das richtige Gleichgewicht zwischen Unternehmensführung und branchenweiter Verantwortung zu finden. Nespresso hat eine klare Führungsrolle beim Engagement für die Entwicklung eines durch Dritte überprüften „verantwortlich hergestellten Alumniums“ übernommen, das den Kunden und der Gesellschaft die Sicherheit gibt, dass das für die Kapseln verwendete Aluminium auf verantwortungsbewusste Weise produziert wird. Diese Führungsposition hat eine branchenweite Reaktion in der Wertschöpfungskette für Aluminium ausgelöst, zu der auch Nespresso gehört. Doch nicht alle Parteien, die in diese Wertschöpfungskette involviert sind, teilen das Engagement von Nespresso. Deshalb ist es wichtig – aber auch schwierig – der Vision von Ecolaboration im Rahmen einer Brancheninitiative treu zu bleiben.



Was erhoffen Sie sich für die Zukunft von Ecolaboration?

Meine größte Hoffnung für Ecolaboration ist, dass die Erkenntnisse über die ökologischen Auswirkungen des heutigen Nespresso Geschäftsmodells Anregungen für ein neues Modell von Nespresso geben werden, das auf den Grundsätzen der Natur basiert. Wenn man es mit der Formulierung des Biomimicry Institute ausdrückt, wäre es großartig, wenn Nespresso zu Innovationen findet, die den „Grundsätzen des Lebens“ folgen, die uns lehren, „von unten nach oben aufzubauen, Selbstorganisation zu nutzen, zu optimieren statt zu maximieren, kostenlose Energie zu nutzen, uns gegenseitig zu befruchten, Diversität anzunehmen, uns anzupassen und weiterzuentwickeln, lebensfreundliche Materialien und Prozesse zu verwenden, symbiotische Beziehungen einzugehen und zur Erhaltung der Biosphäre beizutragen“ (http://www.biomimicryguild.com/guild_biomimicry.html).(http://www.biomimicryguild.com/guild_biomimicry.html).



Weltnaturschutzorganisation (International Union for Conservation of Nature  - IUCN)

Nespresso

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