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Kapselrücknahme in Österreich

Interview mit Richard Paulus, Nespresso Technical & Quality Director, Österreich

  Kapseln      Umwelt      Recycling    

„Wir führen ein von Grund auf selbst gestaltetes Rücknahme- und Recyclingsystem ein"


Erzählen Sie uns ein paar Dinge über Ihre Person.

Ich habe eine technische Ausbildung, einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und Berufserfahrung in der chemischen Industrie. Ich war in verschiedenen technischen und kaufmännischen Positionen tätig, z.B. als Werksleiter und Marketingleiter. Im Sommer 2008 habe ich bei Nespresso als Technical & Quality Director angefangen. Da ich der erste „Technical & Quality Director“ bei Nespresso Österreich bin, musste ich zuerst einmal die Systeme für meinen Zuständigkeitsbereich einrichten.



Bitte erzählen Sie uns etwas über die Recyclinginfrastruktur in Österreich und deren Bedeutung für die Art und Weise, wie Clubmitglieder gebrauchte Kapseln recyceln können.

Wie in den meisten anderen europäischen Ländern gilt die Nespresso Kapsel nicht als Verpackung. Deshalb kann die Kapsel nicht über das nationale Sammel- und Recyclingsystem („Grüner Punkt“) wiederverwertet werden. Das bedeutet, dass Nespresso sein eigenes Recyclingsystem von Grund auf selbst gestalten musste. Wir haben mit unserem Recyclingsystem 2009 in unseren Boutiquen begonnen, so dass die Clubmitglieder ihre Kapseln zurückbringen konnten. Heute betreiben wir landesweit etwa 700 Sammelstellen. Neben der Rückgabe in den Nespresso Boutiquen können die Kunden ihre Kapseln bei vielen Handelspartnern von Nespresso abgeben, und viele österreichische Gemeinden bieten ebenfalls die Möglichkeit, Nespresso Kapseln zurückzugeben. Alle Kapseln werden von unserem Partner ARA AG, dem landesweiten Sammel- und Recyclingsystem für Verpackungsabfälle, gesammelt und dann zu einer Anlage gebracht, in der das Aluminium und der Kaffeesatz voneinander getrennt werden. Der Kaffeesatz wird kompostiert, das Alumnium wird zum Einschmelzen an ein Aluminiumwerk weitergegeben. Durch die Zusammenarbeit mit unserem Recyclingpartner ARA profitieren wir natürlich von der Logistikorganisation und der umfassenden Erfahrung des Unternehmens.



Haben Sie spezielle Initiativen durchgeführt, um die Rücknahmekapazität von Nespresso für gebrauchte Kapseln zu erhöhen? Wenn dies der Fall ist, erzählen Sie uns bitte darüber.

Wir tun viel für die Information der Kunden. Neben unseren Boutiquen und dem CRC, wo wir den Kunden die Recyclingmöglichkeiten erklären können, gehen wir auch andere Wege. Ganz am Anfang haben wir zusammen mit Nespresso Deutschland eine Pressekonferenz veranstaltet, um über unser Recyclingprogramm zu berichten. Heute erhalten wir viel Aufmerksamkeit von den Medien, wenn wir eine neue lokale Recycling-Sammelstelle einrichten. Im Jahr 2010 fand während der Wiener Design-Woche, dem bekanntesten Design-Festival in Österreich, der erste lokale Design-Wettbewerb von Nespresso SUSTAIN.ABILITY.DESIGN statt. Junge Designer waren dazu eingeladen, Ideen zu Urbanität, Lifestyle und recyceltem Aluminium einzureichen. Die siegreichen Projekte wurden in unserer Nespresso Boutique in Wien ausgestellt.



Nespresso hat sich das Ziel gesetzt, Rücknahmesysteme einzurichten, um bis 2013 die Rücknahmekapazität für das Recycling gebrauchter Kapseln auf 75% zu steigern und damit zu verdreifachen. Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?

Wir werden die Anzahl der Sammelstellen im ganzen Land weiter erhöhen. Neue Sammelstellen sollen vorwiegend bei unseren Fachhandelspartnern sowie bei den Altstoffsammelstellen der Gemeinden eingerichtet werden. Generell werden wir die Erreichung des globalen Kapazitätsziels durch die Einführung eines von Grund auf selbst gestalteten Rücknahme- und Recyclingsystems in der Region unterstützen. Es ist bereits festzustellen, dass die Menge der zurückgegebenen Kapseln von Monat zu Monat deutlich steigt! 2010 haben wir neunmal mehr Kapseln gesammelt als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009.



Hat Ihre Tätigkeit im Recycling für Nespresso Auswirkungen auf Ihre persönliche Einstellung zum Recycling zuhause?

Ich würde sagen, es verhält sich eher umgekehrt. Ich bin in Umweltfragen sehr engagiert. Ich habe meinen Müll auch schon so weit wie möglich getrennt, bevor ich bei Nespresso anfing; ich kompostiere z.B. alle organischen Abfälle in meinem Garten. Als ich zu Nespresso kam, wollte ich unbedingt in einem Recyclingprojekt für Nespresso Österreich mitarbeiten. Die fast tägliche berufliche Beschäftigung mit dem Thema Umweltschutz führt natürlich auch dazu, dass ich in meinem Privatleben noch engagierter bin als früher!



Nespresso ldt Sie zur Entdeckung seiner 2 neuen Bereiche in der Umwelt Arena in Spreitenbach ein.

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