VON DER KIRSCHE ZUM ROHKAFFEE
Es gibt drei Aufbereitungsmethoden für die Kaffeekirschen, die den Geschmack und die Qualität des Kaffees beeinflussen. Sie bestehen darin, die Pflückabfälle zu beseitigen und die verschiedenen Hüllen, die die Bohnen umgeben, zu entfernen. So erhält man den Rohkaffee, die Bezeichnung des Kaffees nach seiner Aufbereitung und vor dem Rösten. Nespresso bevorzugt die nasse Aufbereitung, die aufwendiger ist und die zu einem aromatischeren Ergebnis in der Tasse beiträgt.
Die nasse Aufbereitung
Die nass aufbereiteten Kaffees werden auch als «gewaschene» Kaffees bezeichntet. Es handelt sich dabei immer um hochwertige Arabicas.
• Die gewaschenen Arabicas sind auch bekannt als «Milds».
• In der Regel werden die Früchte nass aufbereitet, die durch «Picking » geerntet wurden. Die trockene Aufbereitung verwendet man bei allem anderen Kaffeearten..
• Die Nassaufbereitung intensiviert die Geschmacksnoten des Kaffees bei gleichzeitiger Verringerung der Bitterkeit.
Ein komplexes Verfahren, langwierig und aufwendig, das ausschliesslich bei reifen Früchten angewendet wird, um eine unvergleichliche Qualität zu erhalten.
• Weniger als 24 Stunden nach der Ernte werden die Kirschen zum
Aufquellen und Aufweichen 16 bis 36 Stunden lang in Wasser getaucht
Die Entfernung des Fruchtfleischs erfolgt maschinell.
• Brechmaschinen trennen die Bohnen vom Fruchtfleisch durch Reibung.
Die Fermentierung geschieht zwischen 12 und 36 Stunden in wassergefüllten Betonbottichen.
• Während der Fermentierung verlieren die Bohnen die Reste der schleimigen Masse, die sie noch nach dem Entfernen des Fruchtfleischs umgab.
Durch Abspülen können die letzten Reste des Fruchtfleischs entfernt und die reifsten Bohnen herausgesucht werden.
• Die Kaffeebohnen werden dabei gegen einen Wasserstrom geführt, damit auch die letzten Unreinheiten verschwinden.
• Die reifsten Bohnen sind am schwersten. Sie fallen auf den Grund des Bottichs, wo sie eine Sortiermaschine leicht einsammeln kann.
Das natürliche Trocknen an der Sonne dauert bis zu drei Wochen.
• In dieser Phase ist der Kaffee noch von seiner «Pergamenthülle» umgeben. Er trocknet an der Sonne, entweder in riesigen Schubladen auf Rollen, die man bei Regen schützen kann oder auf grossen Tüchern am Boden.
• Das Entfernen der Pergamenthülle erfolgt maschinell durch Reibung, entweder durch Rollen oder Schlagen.
• Dadurch erhält man einen Rohkaffee, der sofort in Säcke gefüllt und in die Rösterei gebracht werden kann.
Die trockene Aufbereitung
Die trocken aufbereiteten Kaffees werden auch als «Ungewaschene » oder « Naturals » bezeichnet.
• Die trockene Aufbereitung, die manchmal in Öfen erfolgt, ist natürlich scheller, einfacher und weniger kostenaufwendig als die nasse.
Bei der Trockenaufbereitung werden die Kirschen drei bis vier Wochen lang einfach auf grossen Flächen getrocknet.
• Dabei werden die Kaffeebohnen vor dem Trocknen nicht vom Fruchtfleisch befreit.
• Die trocknenden Kirschen werden regelmässig mit einem Rechen umgedreht, um die Fermentation zu verhindern. Bei dieser Technik gehen Aromen veroloren und die Zuckersubstanzen wandern vom Fruchtfleisch in die Bohnen.
• Erst die trockenen Kirschen werden aufgebrochen: die Hülle, welche die Bohnen umgibt, wird entfernt.
Die Kaffeebohnen werden nach Grösse, Form und Dichte sortiert.
•Erst bei diesem Ausleseverfahren werden alle als defekt geltenden Bohnen maschinell oder von Hand aussortiert.
• Neben verschiedenen Sieben bleibt die menschliche Hand das präziseste Sortierwerkzeug.
Die halbtrockene Aufbereitung
Wird sie gut beherrscht, erlaubt diese Methode zwischen der nassen und trockenen Aufbereitung, den Körper und die Säure des Kaffees aufeinander abzustimmen.
• Die reifen Kirschen werden mit wenig Wasser von den unreifen getrennt.
• Das Fruchtfleisch wird dann mechanisch entfernt.
• Zum Schluss wird die noch von ihrem Fruchtschleim umgebene Bohne in «hängenden Betten» getrocknet, um jegliche Verunreinigung durch den Boden zu verhindern.
Sehen Sie den Film über die Aufbereitung von Kafeekirschen.
